
Fraktionsvize Henry Hunger, Vorsitzender des Haushalts- und Prüfungsausschusses, verwies in der Diskussion nochmals eindringlich darauf, dass über 50 Prozent der Sozialausgaben des Kreises an die Kommunen zurück fließen. Er sagte, "sind wir mutig und beschließen den Haushalt". Auch er verwies ausdrücklich auf die Notwendigkeit der Haushaltskonsolidierung
Fraktionsmitglied Joachim Kreyer, Vorsitzender des Gemeinde- und Städtebundes Kyffhäuserkreis, betrachtete die Problematik der Höhe der Kreisumlage. Mit ja oder Nein stimmen ist bei ihm nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Wird mit Ja gestimmt, werden die Kommunen stärker belastet. Wird mit Nein gestimmt wird der Kreis nur noch über Ersatzvornahmen des Landes regiert und die Kommunen sind noch unregierbarer und es drohe anscheißend gar eine Kreisumlage von 51 Prozent.
Der von der Verwaltung dem Kreistag vorgelegte Haushalt hat folgende Eckpunkte:
Zuvor beschloss der Kreistag einstimmig die vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Maik Göllert beantragte und begründete Beschlussfassung der Koalition von CDU und SPD/Grüne, welche dem Landrat beauftragt, bis zum 31.10.2010 ein Haushaltskonsolidierungskonzept dem Kreistag vorzulegen. Dieses Konzept soll ab dem Jahr 2011 umgesetzt werden.
Aus Sicht der CDU-Fraktion sind dabei u. a. folgende Punkte wesentlich, um den Haushalt auf lange Sicht zu konsolidieren:
Der Änderungsantrag der Koalition von CDU und SPD/Grüne, 30.000 Euro als Betriebskostenzuschuss für die Jugendeinrichtungen und 10.000 Euro für den Sport zur Verfügung zu stellen wurde ebenfalls mehrheitlich zugestimmt.
Abschließend wurde mit 21 Ja-Stimmen, 9 Nein- Stimmen bei 9 Stimmenhaltungen den geändertene Doppel-Haushalsplan 2010 und 2011 und die Haushaltssatzung für 2010/2011 verabschiedet.
Mit diesem beschlossenen Haushalt können nun auch die Maßnahmen im Konjunkturpaket II planmäßig fortgeführt werden.
Maik Göllert
Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion Kyffhäuserkreis
Der Kreistag hat in seiner Sitzung am 10.03.2010 zur Aufgabenerfüllung nach dem SGB II beschlossen:
„Der Kreistag beauftragt den Landrat, eine Bewerbung des Kyffhäuserkreises als Optionskommune zu veranlassen und das hierfür nötige Einverständnis des Freistaates einzuholen, falls die Zahl der Optionskommunen erhöht werden sollte.“
Diesbezüglich gab es auch die Empfehlung, das Modell der Optionskommune zu nutzen, sofern sich hierfür die Möglichkeit ergibt.
Nunmehr wird mit der Grundgesetzänderung gleichfalls die Zahl dieser Kommunen von 69 auf 110 erhöht. Damit ist diese Möglichkeit gegeben.
Mit Verweis auf die Einigung auf Bundesebene, mehr Optionskommunen zuzulassen, erwarte die Fraktion von der Verwaltung die zeitnahe Umsetzung des Kreistagsbeschlusses, eine Bewerbung für dieses Modell abzugeben.
Die Äußerung von Vize-Landrat Georg Schäfer (SPD), der erklärte, mit der geplanten Grundgesetzänderung, die die bisherige Form der Arbeitsgemeinschaft Grundsicherung (ARGE) "legalisiert", sei die Frage Optionskommune wieder offen, ist für die Lösung der Problematik wenig zweckdienlich.
Die CDU-Fraktion erwartet daher von der Verwaltung die zeitnahe Umsetzung dieses Beschlusses. Zudem ist die Verwaltung nach wie vor in der Pflicht, die neutrale und unvoreingenommene Betrachtung der Kostenseite sowohl von ARGE als auch Optionskommune dem Kreistag vorzulegen.
Es geht um die Klarheit und Sicherheit für die Arbeitssuchenden und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Verwaltungen.
Maik Göllert
Vorsitzender CDU-Kreistagsfraktion Kyffhäuserkreis
Einigung zum Schulstandort Heldrungen/Oldisleben
In der zahlreich von Gästen besuchten öffentlichen gemeinsamen Sitzung des Kreisausschusses mit dem Ausschuss für Kultur, Schulen und Sport des Kreistages Kyffhäuserkreis konnte ein tragfähiger Lösungsansatz erzielt werden.
Oberstes Ziel hierbei ist es, im Verwaltungsbereich "An der Schmücke" einen dauerhaften Schulstandort zu schaffen und zu sichern.
Zusammenfassend konnte ein Kompromiss gefunden werden, der dann auch einstimmig dem Kreistag empfohlen wurde.
Dieser Vorschlag ist von den Gästen mit Beifall aufgenommen worden und hat auch deren Zustimmung gefunden.
Hierbei ist anzumerken, dass bis zu diesem Zeitpunkt die Regelschule somit in Oldisleben Bestand haben wird.
Sofern sich bis dahin die Schulkonferenzen auf Einführung des Modells der Thüringer Gemeinschaftsschule durch eine entsprechende Kooperation der beider Schulen verständigen können, wäre nach den vorliegenden Untersuchungen des Masterplans Daseinsvorsorge "Schule und ÖPNV" eine Sicherung beider Standort als Gemeinschaftsschule auch über das Jahr 2016 hinaus möglich.
Maik Göllert
Vorsitzender CDU-Kreistagsfraktion Kyffhäuserkreis

Profilierung auf Kosten der kommunalen Ebene
Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) fordert am 01.03.2010 angesichts der andauernden Krise ein neues Konjunkturpaket. Nach seinen Worten wird in diesem Jahr ein Wachstum von 1,4 bis 2 Prozent prognostiziert. 0,5 Prozentpunkte davon stammen aus
öffentlichen Investitionen. „Wenn dieser Anteil 2011 in einer unkalkulierbaren Entwicklung weg bricht, wird gar nicht mehr investiert – zumal Länder und Kommunen darauf verzichten. Das aber können wir uns nicht leisten.“
So muss man aber hinterfragen, was denn nun eigentlich die Landespolitik will. Wenn man landespolitisch z. B. den Kommunen und Landkreis im Kyffhäuserkreis mit einen Handstreich im KFA 2010 bereits dieses Jahr rund 3. Mio. € wegnimmt, muss man sich doch auch der Folgen bewusst sein.
Fehlende Steuereinnahmen in der Krisenzeit, Minderung der Landeszuweisungen auf der Einnahmeseite, und durch Tarifabschlüsse gestiegene Personalkosten auf de Ausgabenseite verschärfen die finanzielle Situation der kommunalen Ebene. Dieses Defizit kann doch nur, soweit überhaupt noch möglich und vorhanden, durch das Aufbrauchen der Rücklagen der Kommunen ausgeglichen werden. Für Investitionen der Kommunen bleibt da kein Handlungsspielraum mehr.
Diese werden gestrichen oder weiter aufgeschoben. Und für zusätzliche und nachhaltige kommunale Investitionen im Rahmen eines neuen Konjunkturpaketes erst recht nicht, da dann die notwendige Mitfinanzierung bei den Kommunen nicht gegeben oder gesichert ist.
Da muss man leider feststellen, dass das vom Thüringer Wirtschaftsminister geforderte Konjunkturpaket nur allein der Umsetzung lang notwendiger Maßnahmen des Landes dienen kann. Die kommunale Seite bleibt aufgrund ihrer finanziell schlechten Situation außen vor und muss auf die dringend notwendige Umsetzung von nachhaltigen Maßnahmen zur kommunalen Entwicklung im Rahmen des demografischen Wandels verzichten. Nur - der Wähler lebt und wohnt in den Kommunen, seine Lebensqualität wird sich schlussendlich nicht positiv verändern.
Maik Göllert
Vorsitzender CDU-Kreistagsfraktion Kyffhäuserkreis

Zur angestrebten Grundgesetzänderung zur Organisation der Grundsicherung für Arbeitssuchende
Die CDU-Fraktion im Kreistag Kyffhäuserkreis initiierte nachstehenden Beschlussfassantrag für eine parteiübergreifende gemeinsame Resolution durch den Kreistag und hat dessen Aufnahme in die Tagesordnung beantragt:
Resolution an den Deutschen Bundestag und die Landesregierung
Wir begrüßen die von der Bundesregierung fraktionsübergreifend angestrebte Grundgesetzänderung zur Organisation der Grundsicherung für Arbeitssuchende.
Wir erwarten die Schaffung eines rechtssicheren Rahmens für eine optimale Betreuung der Arbeitssuchenden und ihrer Familien vor Ort. Oberstes Ziel muss weiterhin die Integration in Arbeit und Unabhängigkeit von staatlicher Leistung sein.
Unser Kyffhäuserkreis muss den Prozess der Betreuung maßgeblich gestalten. Ob in einer
Arbeitsgemeinschaft oder als eigenverantwortlicher Träger, wir brauchen eine echte Wahlfreiheit, um für unseren Kyffhäuserkreis die optimale Hilfe aus einer Hand anbieten zu können. Eine zahlenmäßige Begrenzung der Anzahl kommunaler Träger im Grundgesetz lehnen wir deshalb ab.
Wir fordern alle Verantwortlichen in Bund und Ländern parteiübergreifend dazu auf, ein rausches Verfahren zu ermöglichen und schell zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen. Die Arbeitssuchenden und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Verwaltungen haben ein Recht auf Klarheit und Sicherheit.
Maik Göllert
Vorsitzender CDU-Kreistagsfraktion Kyffhäuserkreis
Koalitionsvereinbarung unterzeichnet
Heute Mittag wurde im Landratsamt Kyffhäuserkreis die Koalitionsvereinbarung zwischen der CDU Kyffhäuserkreis und der SPD Kyffhäuserkreis unter dem Hauptthema „Den demografischen Wandel aktiv gestalten - den Kyffhäuserkreis mit und für die Bürger weiter entwickeln“ für die Jahre 2009 bis 2014 unterzeichnet.
Die Kreisvorstände beider Partein, sowie der Fraktionen im Kreistag haben einstimmig diesem Koalitionsvertrag zugestimmt, der heute unterzeichnet wurde.
Beide Seiten waren sich einig, dass der Koalitionsvertrag nicht heißt, wir fahren einen Kuschelkurs. Man hat aber, so die beiden Fraktionsvorsitzenden Maik Göllert (CDU) und Klaus Mehle (SPD), feste Eckpunkte, die nicht ständig diskutiert werden müssen. Beide Seite schätzten ein, dass sich die Zusammenarbeit zwischen beiden Parteien auf Kreisebene gut entwickelt hat
Eckpunkte für die Arbeit der Koalition von CDU und SPD in den Jahren 2009 bis 2014:
Wirtschaft und Arbeit
Infrastruktur
Tourismus und Kultur
Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Naturschutz
Schule und Bildung
Soziales, Familie, Gleichstellung, Jugend, Kultur und Sport
Innere Sicherheit
Verwaltungsmodernisierung
Finanzen

Grundsicherung und Optionskommune
Die Zukunft der Jobcenter zur Betreuung von Langzeitarbeitslosen ist weiter offen. Aber es kommt Bewegung in die Sache. Eine Grundgesetzänderung wird zwischen CDU und SPD in Berlin diskutiert. Endlich! Dann wird die ARGE Kyffhäuserkreis in ihrer jetzigen Form weiter arbeiten. Das muss Mindeststandard bleiben für die Hilfebedürftigen in unserem Kreis.
Zudem gibt es noch die Möglichkeit für die Zulassung zur optionalen Trägerschaft von Kommunen nach dem §§ 6a-6c SGBII (Optionskommune). Eine Optionskommune bearbeitet die Gewährung von Arbeitslosengeld II in eigener Zuständigkeit. Es handelt sich bisher um einen Modellversuch von 69 Kommunen. Dieser läuft am 31.12.2010 aus. Eine Verlängerung der bestehenden Anzahl der Optionskommunen gilt als sicher. Denn das Modell hat sich bewärt.
Davon konnte sich eine Delegation, bestehend aus Landrat Peter Hengstermann, dem 1. Beigeordneten Georg Schäfer, weiteren Mitarbeitern des Landratsamtes und Mitgliedern des Haushalts- und Prüfungsausschusses, während eines Besuches am 27. Januar 2010 im Eichsfeldkreis überzeugen.
Landrat Dr. Werner Henning und der Amtsleiter Hartwig Ehrenberg (Grundsicherungsamt) gaben zahlreiche Einblicke in Struktur und Arbeit des zuständigen Amtes als Bestandteil der Kreisverwaltung. Es wird dort lokales und regionales Wissen über die Kommunen, die Arbeitsmarktakteure und Wirtschaftsunternehmen gebündelt. Entscheidungen über Eingliederungsmaßnahmen werden selbst getroffen. Der Landkreis gewährt die Geldleistungen und hat vollen Einfluss auf die Umsetzung des SGB II.
Im Umgang mit den Menschen wurde im Eichsfeldkreis etwas geändert. Aus „Kunden“ wurden Hilfebedürftige. Und welch ein Segen für die Hilfebedürftigen: es gibt keine Hotline, sondern die Telefonnummer zur Durchwahl!
Die CDU-Fraktion im Kyffhäuserkreis fordert die Prüfung, ob die Optionskommune für den Kyffhäuserkreis eine Alternative zur ARGE sein könnte. Dafür sind entsprechende Gegenüberstellungen anzustellen. Hierbei müssen auch die Auswirkungen auf den Haushaltsplan berücksichtigt werden.
Für mich hat sich nach dem Besuch im Eichsfeldkreis der Eindruck gefestigt, die Möglichkeit der Optionskommune sollten wir nutzen, denn es schafft neue Möglichkeiten bei der Arbeit mit den Hilfebedürftigen.
Henry Hunger
Stellvertretender Vorsitzender
CDU-Kreistagsfraktion Kyffhäuserkreis